Die tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Umbrüche unserer Zeit machen deutlich, dass Gesundheit weit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Sie bildet eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Teilhabe und für ein friedliches Miteinander in einer zunehmend vielfältigen Welt.
Migration, Flucht, soziale Ungleichheit und globale Krisen stellen Gesundheitssysteme und Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wird sichtbar, wie eng psychische, soziale und körperliche Gesundheit mit Stabilität, Demokratie und Frieden verbunden sind. Gesellschaften, in denen große Teile der Bevölkerung keinen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung, Sicherheit oder Anerkennung haben, verlieren langfristig ihre soziale Balance.
Das Gesundheits- und Diversitätsforschungsinstitut e.V. (GEDIV) versteht Gesundheit daher als gesellschaftliche Ressource und als gemeinsame Verantwortung. Wissenschaft, Politik und Praxis sind gleichermaßen gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status, ein gesundes und würdiges Leben ermöglichen. „Gesundheit ist keine rein individuelle Angelegenheit, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, und nur gesunde Gesellschaften sind in der Lage, Konflikte friedlich zu lösen und Vielfalt als Stärke zu begreifen“, sagt Prof. Dr. Jan Ilhan Kizilhan, Vorsitzender des Instituts.
Ein zentraler Bestandteil gesellschaftlicher Gesundheit ist Diversität. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Lebensrealitäten und Perspektiven prägen moderne Gesellschaften und gehören zu ihrer Realität. Diese Vielfalt kann jedoch nur dann stabilisierend wirken, wenn sie aktiv gestaltet, wissenschaftlich begleitet und strukturell unterstützt wird. „Diversität ist deshalb ein wesentlicher Teil von Gesundheit und erfordert gezielte Projekte, Dialogräume und nachhaltige Konzepte, damit Unterschiede nicht als Risiko, sondern als Ressource für gemeinsames Wohlbefinden wirken können“, sagt Mona Kizilhan, Zweite Vorsitzende von GEDIV.
GEDIV setzt sich vor diesem Hintergrund für eine Gesundheitsforschung und -praxis ein, die Diversität konsequent mitdenkt, marginalisierte Gruppen sichtbar macht und nachhaltige Konzepte für gesellschaftlichen Zusammenhalt entwickelt. Unsere Arbeit verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisorientierten Projekten, mit dem Ziel, Gesundheit, Vielfalt und Frieden gemeinsam zu stärken.
Das neue Jahr verstehen wir als Auftrag, diesen Weg konsequent fortzusetzen: für gesunde Menschen, für gesunde Gesellschaften und für ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt.
Gesundheits- und Diversitätsforschungsinstitut e.V. (GEDIV)
Stuttgart





